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Gemeinde Glattbach  |  E-Mail: poststelle@glattbach.bayern.de  |  Online: http://www.glattbach.de

Neuigkeiten aus dem Museum KW 45 / 2014

Liebe Glattbacher, seit dem letzten Museumsbericht vom 22.08.2014, bei dem meine Frau und ich noch von der Aufstellung und Einweihung der geschnitzten Heiligen Familie berichteten, ereigneten sich negative und traurige Stunden und Tage.

 

Eigentlich war geplant, die große Iglauer Krippe zur Saisoneröffnung am 1. Advent der Öffentlichkeit vorzustellen. Deswegen hatte ich den ganzen Sommer über an der Unterkonstruktion für diese Krippe gearbeitet, sowie Verkleidungsplatten etc. zugeschnitten. Alle Figuren und Tiere (über 420 Stück und rund 30 Gebäude) wurden probeweise auf gleicher Grundfläche aufgestellt, fotografiert und archiviert.

 

Am 04.09.2014 wurde mir als Fahrradfahrer von einem Autofahrer an der Kreuzung Aschaffstr. / Glattbacher Str. die Vorfahrt genommen und es kam zu einem Unfall. Mit viel Glück und unter Mithilfe von diversen Schutzengeln kam ich mit starken Prellungen und einigen Tagen Krankenhausaufenthalt wieder auf die Beine. Allerdings sind die Verletzungen bis heute noch nicht richtig ausgeheilt, sodass der Übergabetermin für die Iglauer Krippe nicht zu halten ist. Als neuer Termin ist der „Tag der Museen“ am 17. Mai 2015 geplant.

 

Ein viel schlimmerer, tragischer Schicksalsschlag war der tödliche Unfall von meiner Frau Leni Stenger am 09.10.2014. Leni war gerade dabei zurechtgelegte Flyer und Plakate für das Krippenmuseum einzusortieren. Auf einer kleinen Treppe mit vier Stufen kam sie ins Straucheln und fiel so unglücklich nach hinten, dass ihr Halswirbel die Lebensader zerstörte.

 

Wir erledigten die Museumsarbeit immer als Team. Leni war für alles schriftliche und organisatorische zuständig, ich war eher der Mann fürs „Grobe“, so wie für die Fotoarchivierung. Die große Lücke die sie hinterlässt wird nicht einfach zu füllen sein. Mir geht es momentan ähnlich wie beim Tode vom ersten Museumsleiter Friedolin Bernhard. Kurzfristig müssen jetzt die notwendigsten Aufgaben vom Rathauspersonal und vom Bauhof übernommen werden, mittelfristig muss ein neues Konzept erarbeitet werden.

 

Leni lag das Krippenmuseum emotional sehr am Herzen, auch deshalb arbeitete nur sie alleine jährlich rund 300-350 Std. weitgehends ehrenamtlich für diese Einrichtung. In Lenis Interesse wäre es sicherlich gewesen, dass ich als Museumsleitung die Arbeit weiterführe. Diesen Wunsch will ich ihr gerne bis auf Weiteres erfüllen.

 

Auch wenn wir einige neue Ausstellungsobjekte präsentieren können, wird in dieser Saison die Museumsarbeit etwas reduziert. Trotzdem lohnt ein Besuch!

 

Vielen Dank allen Freunden, Bekannten, Nachbarn usw. für ihre Anteilnahme und ihr Mitgefühl.

 

Mit freundlichen aber traurigen Grüßen

 

Jürgen Stenger

Museumsleitung

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