20 Jahre Partnerschaft mit Bretteville sur Odon

Mit einem Empfang im Rathaus wurden die Gäste aus Glattbach in der Partnergemeinde in Bretteville sur Odon in der Normandie Willkommen geheißen. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft waren 81 Personen nach Frankreich gekommen. Am gleichen Abend fand in der Kirche ein Konzert statt. Alle Solisten waren hierzu aus Glattbach angereist. So bot Getrud Murr-Roth an der Orgel musikalische Leckerbissen an. Lieder wie „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“, „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ von Georg Philipp Telemann oder Gebet von Franz Liszt waren nur einige der Höhepunkte die von ihr gesetzt wurden. Des weiteren wirkten Ariane Treffer als Gesangssolistin, Stefan Sauer an der Gitarre, Anna Baier mit der Querflöte und der junge Chor des Gesangsvereins Germania, unter der Leitung von Martin Hock, mit. Bürgermeister Fridolin Fuchs betonte dass alle Mitwirkenden hervorragende Vertreter der Partnerschaft seien.

Bürgermeister Pierre Estrade , Bretteville und Bürgermeister Fridolin Fuchs, Glattbach, beim Pflanzen des Lindenbaumes (Gastgeschenk der Gemeinde Glattbach an Bretteville)

Bürgermeister Pierre Estrade , Bretteville und Bürgermeister Fridolin Fuchs, Glattbach, beim Pflanzen des Lindenbaumes (Gastgeschenk der Gemeinde Glattbach an Bretteville)

Der kommende Tag war angefüllt mit den offiziellen Feierlichkeiten zum Jubiläum. Ein Höhepunkt war dabei die Messe in der Bretteviller Kirche, die von Jochen Krenz aus Glattbach mitgestaltet wurde. Alle Texte wurden in Deutsch und Französisch gesprochen.

Nun hat auch Bretteville einen Partnerschaftsplatz, dieser wurde vor dem Rathaus der Öffentlichkeit übergeben. Hierzu hatte man eine vom Künstler Theo Schäffer gestaltetet Sitzbank und einen Lindenbaum mitgebracht. Natürlich stimmten alle Anwesenden in das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“ ein. Der Präsident des Bretteviller Partnerschaftskomitees Hermann Andres, und die beiden Bürgermeister Pierre Estrade und Fridolin Fuchs betonten wie wichtig die Partnerschaft sei. Europa ist auch deshalb ein wenig kleiner geworden. War vor 20 Jahren der Urgedanke noch die Überwindung der schrecklichen Ereignisse der Kriege, so trifft man sich heute mit Freunden, die man gerne besucht. Aus Fremden wurden Partner und Freunde. Noch heute ist die Partnerschaft so lebendig wie vor 20 Jahren.

Bürgermeister Estrade und Frau, Bgmstr. Fuchs und Frau weihen die neue, von Glattbach gestiftete Bank ein. Die Sitzbank wurde vom Glattbacher Künstler Theo Schäffer gestaltet.

Bürgermeister Estrade und Frau, Bgmstr. Fuchs und Frau weihen die neue, von Glattbach gestiftete Bank ein. Die Sitzbank wurde vom Glattbacher Künstler Theo Schäffer gestaltet.

Im Friedhof, am Platz des Gedenkens, wurde ein Blumengebinde zur Erinnerung an die verstorbenen Mitglieder der Partnerschaft von Bürgermeister Fuchs niedergelegt. Die Umrahmung hatte auch hier der junge Chor der Germania übernommen. Vergangenes, momentanes und zukünftiges konnte oder kann nur Bestand haben, wenn wir uns an das erinnern und daran orientieren was diese Menschen uns vorgelebt haben, so Fuchs.
Zur Hauptfeier begab man sich danach in den wunderbar dekorierten Saal der Baronie. Zu Beginn des Festessens ging der Präsident Andres nochmals auf die vielen Helfer ein, die über 20 Jahre hinweg die tragenden Säulen der Partnerschaft waren. Besonders wurde dabei an Gilbert Bruant, der als erster die Gemeinde Glattbach besucht hatte und der die Freundschaft durch die Gründung des Partnerschaftsvereins forcierte, gedacht. Von der Ehrenpräsidentin Eliane Liegey wurden die Verdienste von Altbürgermeister Friedolin Bernhard hervorgehoben. In diesen Dank stimmten auch die beiden Bürgermeister Pierre Estrade und Fridolin Fuchs mit ein. Als Gastgeschenk überbrachte Fuchs ein Fass Bier und erhielt im Gegenzug ein Gemälde. Bei gutem Essen und Tanz ging die ausgelassene Feier zu Ende. Ariane Treffer, Stefan Sauer und Isabell Müller sorgten für die musikalische Umrahmung des Nachmittags.

Gruppenbild am Rathaus in Bretteville vor der Heimfahrt nach Glattbach

Gruppenbild am Rathaus in Bretteville vor der Heimfahrt nach Glattbach

Damit die Schrecken des Krieges niemals vergessen werden, ist es immer wieder ein Anliegen auf dem Soldatenfriedhof La Cambe, auf dem zwei Glattbacher beerdigt sind, zu erinnern, damit so etwas nicht mehr passiert. So war es selbstverständlich, dass Altbürgermeister Bernhard und Bürgermeister Fuchs gemeinsam an die Gräber der Glattbacher Blumen brachten.
Abgerundet wurde das Programm mit einem Ausflug nach Cherbourg wo man ein U-Boot und das Museum „La Cité de la Mer“ besichtigte.
Alle Teilnehmer waren sich bei der Heimfahrt zurück nach Deutschland einig, dies war wieder eine schöne Feier mit Freunden. Der Gegenbesuch aus Bretteville wird nun im Mai des nächsten Jahres erwartet.




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